Inhaltsverzeichnis
Der Traum von der sorgenfreien Kreuzfahrt lockt mit einem Pauschalpreis, der alles zu enthalten scheint. Doch Vorsicht! Viele Urlauber erleben beim Blick auf die Endabrechnung ein böses Erwachen.
Die sogenannten versteckten Kosten können den ursprünglichen Reisepreis locker um 20 bis 50 Prozent oder mehr in die Höhe treiben.

Das muss nicht sein! Wenn du weißt, wo die typischen Kostenfallen lauern, kannst du dein Budget clever planen und das Meiste aus deinem Traumurlaub herausholen. Lass uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen des Bordalltags werfen.
Kurze Zusammenfassung
- Automatische Trinkgelder und Servicegebühren auf Getränke sind die größten Posten auf deiner Bordrechnung.
- Getränke, Spezialitätenrestaurants und Landausflüge schlagen oft erheblich zu Buche und sind selten im Basispreis enthalten.
- Mit einer gründlichen Vorbereitung und dem Vergleich von Inklusivleistungen kannst du viele Extrakosten von vornherein vermeiden.
Trinkgelder und Servicegebühren: Die automatische Abrechnung
Dieser Punkt ist für viele die größte Überraschung: Die oft automatisch berechneten Trinkgelder. Sie belaufen sich in der Regel auf 7 bis 15 Euro pro Tag und Person, bei manchen US Reedereien können es sogar bis zu 23 Euro sein.
Dieser Betrag wird einfach täglich deinem Bordkonto belastet. Zusätzlich kommen auf fast jedes Getränk, das du an der Bar bestellst, noch einmal 15 bis 20 Prozent Servicegebühr oben drauf.
Während diese Gebühren bei Reedereien wie AIDA oder TUI Cruises oft bereits im Reisepreis enthalten sind, sind sie bei vielen anderen ein Extra. Ein Blick in die AGB oder auf Seiten wie Cruiseguide24 gibt hier vor der Buchung Klarheit.
Getränke und Speisen: Was ist wirklich all inclusive?
Das Wort „all inclusive“ ist auf Kreuzfahrtschiffen mit Vorsicht zu genießen. Meist sind nur Standardgetränke wie Wasser, Tee und Kaffee zum Essen wirklich inklusive.
Für ein Bier, einen Cocktail oder ein Glas Wein zahlst du extra. Die Preise beginnen oft bei 6,50 Dollar für ein Bier und 10 Dollar für ein Glas Wein.
Auch Spezialitätenrestaurants, der Zimmerservice oder sogar eine Eistüte vom Café kosten häufig hinzu. Reedereien bieten zwar Getränkepakete an, die etwa 19 bis 66 Euro pro Tag kosten können.
Diese lohnen sich aber, wie Tours of Distinction anmerkt, wirklich nur bei einem sehr hohen persönlichen Verbrauch.
Die Liste der Extras: Vom Ausflug bis zum WLAN
Neben Essen und Trinken gibt es eine ganze Reihe weiterer Positionen, die dein Bordkonto füllen können. Dazu gehören:
Landausflüge: Die über das Schiff gebuchten Touren sind bequem, aber oft deutlich teurer (50-200 € pro Person) als selbst organisierte Alternativen am Hafen.
Wellness und Aktivitäten: Eine Massage im Spa beginnt schnell bei 150 Dollar, und auch für exklusive Shows oder spezielle Fitnesskurse kann ein Aufpreis fällig werden.
Internet und Anreise: Die Internetverbindung auf See via Satellit ist traditionell sehr teuer. Zudem sind die An und Abreise zum Schiff (Flüge, Transfers) meist nicht im Kreuzfahrtpreis enthalten.
Diverse Gebühren: Denke auch an Souvenirs, den professionellen Fotoservice an Bord, eventuelle Hafen oder Zollgebühren und etwaige Kreditkartenaufschläge von 1-2 Prozent bei der Bezahlung deiner Bordrechnung. Merkur weist auf diese oft übersehenen Punkte hin.
Clever sparen und das Budget im Griff behalten
Die gute Nachricht ist: Du bist diesen versteckten Kosten nicht schutzlos ausgeliefert! Der wichtigste Schritt ist eine gründliche Recherche vor der Buchung.
Lies die Reisebedingungen genau, vergleiche die Inklusivleistungen verschiedener Reedereien und schaue in Foren nach Erfahrungen. Überlege, ob ein All-inclusive-Angebot einer Reederei wie SeaDream, wo auch Premiumgetränke und Trinkgelder enthalten sind, für dich sinnvoller ist.
In den Häfen kannst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft viel Geld sparen. Und meide impulsive Käufe an Bord, sei es das „Ankunftsfoto“ oder der Schmuck im Boutique Shop.
Mit diesem Wissen ausgestattet, steht deiner traumhaften Kreuzfahrt ohne böses finanzielles Erwachen nichts mehr im Wege. So wird der Urlaub auf dem Meer zu dem, was er sein soll: pure Entspannung.
